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Foto: Gerhard Garske

Foto: Gerhard Garske

Bereits zum 19. Mal hat der WTB zum Landescup eingeladen, dem Wettkampfformat im Turnen direkt unterhalb der internationalen Kürregelungen. Mit Meisterschaftscharakter für die Senioren, mit der Qualifikation der LK1-Turnerinnen für die Teilnahme am entsprechenden Bundeswettbewerb, und zeitlich so platziert, dass sich eine gute Möglichkeit zum letzten Test vor Beginn der Liga-Saison bietet. Diesmal fand der Landescup in Paderborn statt.

WTB steht im Landesvergleich gut da

Die Teilnehmerzahlen waren hoch und das Niveau ebenso. Es zeichnet sich wieder einmal eine Bestätigung ab für das was in den letzten Jahren zu sehen war: Der WTB spielt eine starke Rolle im Vergleich der Landesturnverbände Deutschlands über alle Altersklassen hinweg.

In fast allen LK1-Wettbewerben gab es spannende Entscheidungen. In der stärksten Klasse der 18-29-jähringen hieß das Ergebnis: Unentschieden. Gleich zwei Turnerinnen, Anika Brüske und Leonie Schmedthenke erreichten das Tageshöchstergebnis von 54,65 Punkten. Das traf die Veranstalter wegen der Pokale auf dem falschen Fuß, aber es sind natürlich glänzende Ergebnisse für den Deutschland-Cup.

AK 14-15: Bielefeld überragend

Herausragend auch die Rolle des KTV Bielefeld, der mit Lina Kunkel, Jolina Eichhorst und Friederike Nonte in der Altersklasse 14-15 Jahre nicht nur die Plätze 1-3 besetzen konnte, sondern dahinter auch noch auf Platz 5 und 6 vertreten war.

Keine Spannung – was den Ausgang der Wettkämpfe betrifft – gab es in den Alterklassen ab 40 Jahren, weil dort jeweils nur eine Turnerin angetreten ist. Unabhängig davon: erstaunlich immer wieder, was im Turnen möglich ist, wenn man dabeibleibt. Spitzenübungen gab es vor allem von Silvie Wentzell und Mareike Fleischer (35-39 Jahre) zu sehen.

Männliche Teilnehmer in Unterzahl

Deutlich übersichtlicher war das Teilnehmerfeld bei den Turnern. Das liegt auch an den anderen Wettkampfstrukturen. Die Liga enthält mehr Wettkämpfe, die Qualifikation ist hier nicht im Landescup enthalten. Aber die Senioren legten sich wieder mächtig ins Zeug. Diesmal parallel zu den Turnern aus dem Rheinland. Eine gute Idee, diese Meisterschaften gemeinsam auszurichten, wie sie seit Jahren schon bei den Mehrkämpfen praktiziert wird. Denn der technische Aufwand ist erheblich. Die Frage, wer Meister wird, trat hier oft in den Hintergrund, auch die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften war eine Formsache. Dennoch hat dieser Wettkampf seinen Nutzen, denn es ist allemal ein Unterschied, ob man sich im Training sicher ist, seine Übungen zu beherrschen, oder ob man das unter realen Wettkampfbedingungen nachweisen kann. Beste Aussichten bei den Deutschen Meisterschaften haben wieder Reinhard Sieblitz und Fritz Breer, und auch mit Kristian Grundmann, dem Rheinländer der aus Ostwestfalen stammt, wird zu rechnen sein.

Zügiger Ablauf dank 47 Kampfrichtern

Weiterhin positiv bei den Turnerinnen die Kampfrichtersituation. Diesmal konnten 47 eingesetzt werden, was die Belastung erheblich reduzierte, die Qualität hochhielt und einen erfreulich zügigen Wettkampfablauf ermöglichte.

Gastgeber war diesmal der TV 1875 Paderborn, ein großer Verein mit einer starken Turnabteilung in beiden Bereichen, männlich und weiblich, und besten lokalen Verbindungen. Der Bürgermeister kam für eine Begrüßungsansprache und zeigte sich so beeindruckt, dass bereits am Nachmittag bei Facebook zu lesen war, wie gut es ihm bei uns gefallen hat. Zusammen mit ein paar netten Fotos. So geht Werbung für unseren Lieblingssport.

Alle Ergebnisse unter www.wtb-geraetturnen.de.

(Text/Foto: Gerhard Garske)

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