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Weiße Hose, weißes Hemd mit WTB- und DTB-Abzeichen mitbringen, so endeten jeweils die Anschreiben von Landeskunstturnwart Fritz Kusenberg, wenn er die Turner der Westfalenriege zu Wettkämpfen gegen andere Landesturnverbände einlud. Mit einer solchen Einladung und Berichten aus dem Westfalenturner, die ja in der Regel aus der Feder von Wilhelm Esser stammten, erinnerte Klaus Schäfer die fünfzehn ehemaligen Westfalenriegenturner, die teilweise mit Ehefrauen erschienen waren, beim ersten Treffen dieser Art, an die Zeit in den 1950er und 1960er Jahren.

Treffen in Lüdenscheid -  15 der 18 eingeladenen Turner kamen
Der ehemalige Westfalenriegenturner und Landeskunstturnwart Klaus Schäfer, Dortmund, hatte zu einem Treffen nach Lüdenscheid eingeladen. Fünfzehn der achtzehn eingeladenen Turner hatten den Weg nach Lüdenscheid gefunden.

Es waren die Aktiven, die zur Zeit des damaligen Landeskunstturnwartes Fritz Kusenberg den Westfälischen Turnerbund nach außen vertraten. Kultstatus im DTB hatten in diesen Jahrzehnten vor allem die Vergleiche zwischen dem Rheinischen und dem Westfälischen Turnerbund. Die traditionellen Rheinland-Westfalen-Kämpfe, die zwischen 1924 und 1974 mehr als vierzig Mal ausgetragen wurden, zogen vor dem Krieg bis zu 15.000 Zuschauer in ihren Bann, wie Klaus Schäfer nach einer kurzen Begrüßung im Hotel „Zum Markgrafen“ berichtete.

Erfolgreichster Turner seiner Zeit: Günter Lyhs
Fredi Wienecke aus Dortmund, der am 21. November 1951 seinen ersten Einsatz gegen das Rheinland hatte - der Wettkampf ging leider verloren - war mit 92 Jahren der älteste Teilnehmer in der Runde. Der erfolgreichste jedoch war Günter Lyhs (TV Jahn Kierspe). Er ist mit 39 Länderkampfeinsätzen und mehr als 20 Deutschen Meistertiteln, auch einer der erfolgreichsten Turner des Deutschen Turner-Bundes, einschließlich des DTV der DDR.

Kampf zwischen Rheinland und Westfalen
Bei den Vergleichen zwischen dem Rheinland und Westfalen haben die Westfalen die Nase vorn. Mit neun Einzelsiegen liegt Günter Lyhs eindeutig an der Spitze. Die meisten Einsätze gegen das Rheinland kann jedoch der ehemalige Deutsche Juniorenmeister Lothar Simon (TG Friesen Klafeld-Geisweid) mit 12 für sich verbuchen, gefolgt von Günter Lyhs mit 11 und Werner Narres (TV Niederschelden) mit 10 Wettkämpfen. Zählt man alle Einsätze der in Lüdenscheid anwesenden Turner zusammen, kommt man immerhin auf stolze 64. Nicht mitgezählt sind dabei die Vergleiche gegen andere Landesturnverbände.

Einladung an alle zum Landesturnfest in Siegen
Jürgen Uhr lud alle Teilnehmer zum Treffen der Älteren beim Landesturnfest in Siegen ein. In interessanten Gesprächen, die sich über mehrere Stunden ausdehnten, einige der Anwesenden hatten sich viele Jahrzehnte nicht gesehen, wurden Erinnerungen aus früheren Zeiten ausgetauscht. Als sich Helmut Wiesel im Namen der Teilnehmer bei Klaus Schäfer bedankte, waren sich alle einig, es war zwar das erste, nicht aber das letzte Treffen dieser Art.
Auf dem Foto sind die ehemaligen Turner zu sehen:
Vorne v. l.: Dieter Reichel, Willi Gogoll, Lothar Simon, Michael Kerzmann, Fredi Wienecke, Helmut Wiesel, Klaus Ittermann;
Dahinter: Klaus Lüsebrink, Jürgen Uhr, Reinhold Groborz, Werner Narres, Klaus Schäfer, Günter Lyhs, Georg Lachmann, Willi Nothacker

(Text und Foto: Jürgen Uhr)

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