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Mit Karte und Kompass - Orientierungslauf im WTB

Orientierungslauf gehört zu den zahlreichen Sportarten im Westfälischen Turnerbund. Orientierungslauf, kurz OL, ist eine Natursportart, bei der mit Hilfe einer speziell angefertigten 5-farbigen Karte im Maßstab von 1:10000 oder 1:15000 und einem Kompass mehrere Kontrollpunkte (sog. Posten) im Gelände in vorgegebener Reihenfolge angelaufen werden müssen. Der besondere Reiz beim OL besteht darin, die Balance zwischen dem Laufen und der Konzentration auf die Orientierungsaufgabe zu finden.

Der klassische OL ist der Einzellauf im Wald. Je nach Alter ( 10 – 80/85 Jahre und damit sehr familienfreundlich) werden unterschiedliche Strecken während einer Veranstaltung angeboten.
Der Startabstand zwischen den Wettkämpfern einer jeden Altersklasse beträgt in der Regel 1-3 Min. Im Startaugenblick erhält jeder Läufer neben der Laufkarte auch eine Postenbeschreibung, aus der die Streckenlänge (direkte Verbindung der einzelnen Posten), Anzahl und genaue Beschreibung eines jeden Kontrollposten hervorgeht. Die Registrierung erfolgt durch einen Chip, der zur Ausrüstung eines jeden Wettkämpfers gehört.
Weitere OL Formen sind der Ski-OL, Mountainbike-OL und Trail-OL.

Aus dem hohen Norden - Geschichtliche Entwicklung des OL
Der Orientierungssport hat seine Wurzeln in Skandinavien. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Norwegen die ersten Orientierungsläufe dokumentiert. In Deutschland können Orientierungsläufe zu Beginn der 30er Jahre des 20. Jahrhundert nachgewiesen werden. In dieser Anfangszeit war die Sportart der Leichtathletik zugehörig.
OL im Deutschen Skiverband
Nach dem Krieg wurde durch den Deutschen Sportbund zunächst der Deutsche Skiverband mit der fachlichen Betreuung des Orientierungslaufes beauftragt. Im Jahre 1960 wurde die 1. Westdeutsche Meisterschaft und drei Jahre später die 1. Deutsche Meisterschaft im OL durchgeführt. Offiziell war der OL seit 1961 im Deutschen Skiverband organisiert. In diesem Jahr wurde auch die Internationale Orientierungslauf Föderation (IOF) gegründet. Deutschland war eines von den 10 Gründungsmitgliedern.
Erst seit 1977 olympisch
Im Jahre 1977 wurde der Orientierungslauf schließlich durch das Olympische Komitee als olympische Disziplin anerkannt. Ein Jahr zuvor übernahm der Deutsche Turnerbund die nationale und internationale Betreuung des Orientierungslaufes.
OL-Weltmeisterschaften in Detmold
Als bisher größte Herausforderung in der Ausrichtung einer OL-Veranstaltung in NRW waren die 16. OL-Weltmeisterschaften 1995 in Detmold / Lippe. 45 Nationen nahmen an dieser Veranstaltung teil.

Orientierungslauf im WTB
Die Gesamtkoordination des Fachgebietes obliegt dem Landesfachausschuß unter Leitung von Achim Glowka. Weitere Mitglieder sind die Beauftragten für Wettkampfwesen, Ausbildung und Kartenwesen, die Gaufachwarte OL und der Landesjugendfachwart.
Zur Zeit sind ca. 200 Orientierungsläufer in 16 Vereinen in Westfalen aktiv. Um optimale Trainingsmöglichkeiten zu erreichen, haben sich einige Vereine zu OL-Gemeinschaften zusammen geschlossen.
In jedem Jahr werden 5-6 Landesranglisten-Wettkämpfe durchgeführt. Aus diesen Wettkämpfen wird dann jeweils eine Landesrangliste pro Altersklasse erstellt.
Neben diesen Wettkämpfen finden natürlich noch zahlreiche Wettkämpfe auf Bundesebene statt.
Seit Jahren erreichen westfälische OL-Läufer/innen bei Deutschen Meisterschaften vordere Plätze, und qualifizieren sich dadurch für die Teilnahme an Europa- bzw. Weltmeisterschaften.
OL-Talent Christoph Prunsche
Als größter Erfolg ist sicherlich der Jugend-Europameistertitel von Christoph Prunsche (TuS Lübbecke) im Jahre 2008 zu nennen.


Unter www.orientierungslauf.de gibt es umfangreiche Informationen über die Natursportart Orientierungslauf.

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