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Mit standardisierten Kursprogrammen öffnen sich Vereine gegenüber Anfängern wie auch Nichtmitgliedern und können zugleich versuchen diese langfristig an den Verein zu binden. Zur optimalen Realisierung eines Bewegungsprogramms kann ein Verein zwischen mehreren Angebotsformen wählen: Dauerangebote, Kursangebote oder Wochenendangebote / Workshops. Nähere Informationen dazu gibt es hier.

Standardisierte Kursprogramme im Gesundheitssport

Dauerangebote finden das ganze Jahr über statt, Kursprogramme hingegen beinhalten eine begrenzte Anzahl von Übungseinheiten (10 –15) à 45 bis 90 Minuten Dauer. Sie finden mindestens einmal wöchentlich statt. Die zeitlich eng begrenzten Wochenendangebote / Workshops bieten im Sinne von "Schnupperkursen" die Möglichkeit, ein Themengebiet kurz anzureißen bzw. ein Vereinsangebot vorzustellen, um Interesse zu wecken und weiter in ein Kursprogramm bzw. Dauerangebot des Vereins einzusteigen.

Kursangebote lohnen sich für Vereine

Es lohnt sich in vielerlei Hinsicht, ein Kurssystem neben den Dauerangeboten im Verein einzurichten: Über Kurse öffnet sich der Verein nach außen, weil auch Nicht-Mitgliedern ermöglicht wird, teilzunehmen. Neue Vereinsmitglieder können leichter gewonnen werden, da eine Kursteilnahme die Hemmschwelle zum Erwerb der Vereinsmitgliedschaft senkt. Kursangebote spielen somit eine große Rolle dabei, den Teilnehmern den Einstieg in das Vereinsleben zu erleichtern und sie schließlich nach Kursende weiter in entsprechenden Dauerangeboten an den Verein zu binden. Die Dauerangebote des Vereins werden somit langfristig gestärkt.

Konkurrenzfähigkeit erhalten

Zudem wird der Verein mittels seiner Kursangebote, die auch auf aktuelle Trends eingehen können, dauerhaft konkurrenzfähig gehalten. Gleichzeitig generieren Kurse im Vergleich zu Dauerangeboten höhere Einnahmen und entstehende Kosten werden durch die Kursgebühren gedeckt.

Spezielle Kurse für bestimmte Zielgruppen, in denen das Niveau der Teilnehmer besser berücksichtigt werden kann, ermöglichen schnellere Erfolgserlebnisse. Sportliche Aktivität wird folglich positiv erlebt und im besten Falle wird ein lebenslanges Sporttreiben im Verein praktiziert.

Ziel: langfristige Bindung

Das Ziel jedes neuen Programms sollte die langfristige Bindung der Teilnehmer an den Fitness- und Gesundheitssport im Verein sein, nicht die einmalige Durchführung eines Kurses. In der Anfangsphase muss bereits berücksichtigt bzw. geplant werden, wie fitness- und gesundheitsorientierte Kursangebote auf Dauer mit den Regelangeboten des Vereins vernetzt bzw. neue Regelangebote geschaffen werden können, um die Kursteilnehmer langfristig in den Turn- und Sportverein zu integrieren.

13 standardisierte Gesundheitssportprogramme

Fit und GesundDer Deutsche Turner-Bund (DTB) hat bis dato 13 standardisierte ­Kursprogramme im Bereich Gesundheitssport entwickelt, die sich an verschiedene Zielgruppen richten.Eine Übersicht über alle Programme gibt es hier.

Jedes Kursprogramm hat jeweils unterschiedliche Zielstel­lungen. Alle diese Kursprogramme sollen sowohl Vereinen den Einstieg in den Bereich Gesundheitssport, als auch den Kursteilnehmern den Einstieg in lebenslanges Sporttreiben erleichtern.

Vereine müssen aufgrund der vorgegebenen und ausgearbeiteten Unterrichtsstunden und -materialien nicht so viel Energie in die Entwicklung von Gesundheitssportangeboten investieren. Gleichzeitig profitieren sie von den mit einem Teil der Krankenkassen abgeschlossenen Vereinbarungen. Denn durch diese Vereinbarungen ist der Verwaltungsaufwand für Vereine geringer, wenn sie den Kursteilnehmern eine Bezuschussung der Kursgebühr durch die Krankenkassen ermöglichen wollen.

Kursteilnehmer hingegen können sich sicher sein, dass sie an einem Gesundheitssportprogramm teilnehmen, das individuell auf sie eingeht. Aufgrund der wissenschaftlichen Überprüfung durch verschiedene Universitäten, ist zudem gewährleistet, dass gesundheitsförderliche Effekte des Kursprogramms nachgewiesen sind.

Etabliertes Prüfzeichenpräventionsgeprüft

Zur Kennzeichnung dieser wissenschaftlich überprüften Gesundheitssportprogramme hat der DTB 2006 das Prüfzeichen »Präventionsgeprüft« ins Leben gerufen.

Anhand dieses Logos ist sowohl für Krankenkassen, als auch für Endverbraucher ersichtlich, wann einem standardisierten Gesundheitssportprogramm gesundheitsförderliche Effekte durch Universitäten nachgewiesen wurden.

Auf diesem Prüfzeichen basiert die Rahmenvereinbarung zwischen dem DTB und dem Verband der Ersatzkassen (vdek) und der Bergischen Krankenkasse, die 2013 wieder verlängert wurden. Diese kann auf der Website www.pluspunkt-gesundheit.de über den blauen Button »Förderung durch Krankenkassen« eingesehen werden.

(Text: Heidrun Krämer)

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