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In einem Einwanderungsland wie Deutschland ist Integration eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Das ist nicht neu! Die aktuellen Entwicklungen führen uns diese Aufgabe jedoch in besonderer Weise vor Augen: Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, war noch nie so hoch wie heute.

Die geopolitische Lage deutet darauf hin, dass diese Entwicklung sich kurz- bis mittelfristig nicht ändern wird. Viele Geflüchtete und Asylsuchende kommen auf ihrer Suche nach Schutz und einer neuen Heimat auch nach Nordrhein-Westfalen (NRW) und werden sich hier dauerhaft niederlassen.

Sport als Integrationsmotor

Der Sport kann zwischen verschiedenen Kulturen und sozialen Gruppen seine verbindende Kraft entfalten und verfügt über ein hohes Potenzial, um Integration aktiv und erfolgreich zu gestalten. Sportvereine sind besonders geeignet, auf Neuankömmlinge zuzugehen und bieten durch ihre umfangreichen Begegnungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten nachhaltige Integrationschancen.

Von der Willkommenskultur zur Integration

Viele Vereine haben in den vergangenen Monaten spontan auf die große Anzahl von Asylbewerbern reagiert und haben mit viel Engagement geholfen und Angebote geschaffen. An anderer Stelle gibt es Vorbehalte, nicht zuletzt aufgrund der prekären Lage in Bezug auf die Umnutzung von Sporthallen Behelfsunterkünfte. Auf dem Weg von der Willkommenskultur zur Integration ergeben sich daher mindestens zwei Konsequenzen:

  • Erstens muss die Willkommenskultur in NRW kurzfristig ausgebaut und gesichert werden.
  • Zweitens muss die mittel- und langfristige Integrationsarbeit für Flüchtlinge mit Bleibeperspektive jetzt geplant und begonnen werden.

Integration als Querschnittsthema

Auch vor dem Hintergrund der Demographie ist Integration als Querschnittsthema zu verstehen. Die betreffenden Vereine begreifen ihr Engagement auch als Chance zur Vereinsentwicklung im Sinne einer interkulturellen Öffnung.

Integration wird nicht als Sonder- oder Spezialthema der Vereinsarbeit begriffen, sondern als Querschnittsthema der Vereinsentwicklung, dass alle Bereiche, angefangen von der Angebotsentwicklung über die Mitarbeiter- und Organisationsentwicklung bis hin zur Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit betrifft.

Vereine nutzen ihr Engagement in der Flüchtlingsarbeit dafür, sich als relevanter Akteur der lokalen Integrationsarbeit zu positionieren und ihr Vereinsprofil weiterzuentwickeln.

Im Rahmen des Programms „Integration durch Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und als Partner im Verbundsystem des organisierten Sports in NRW tritt der Westfälische Turnerbund für eine interkulturelle Öffnung seiner Vereine und Verbände ein und unterstützt sie durch gezielte Maßnahmen und Strategien in den folgenden Handlungsfeldern.

Handlungsfelder

  • „Strukturen stärken“: (Nachhaltige Strukturen in der Fläche schaffen)
  • „Vereinsförderung“ (Vereinsmaßnahmen in der Willkommenskultur fördern)
  • „Information und Kommunikation“ (Information und Kommunikation zum Thema „Flüchtlinge und Integration“ fördern)
  • „Schulung und Beratung“ (Schulung und Beratung für Mitarbeiter/-innen in der Flüchtlings-/Integrationsarbeit fördern)

Ihr Ansprechpartner beim Westfälischen Turnerbund

Dirk Henning / Tel: 02388 30000-34 / Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

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